Weltkirchlicher Friedensdienst


Immer mehr junge Erwachsene interessieren sich für einen weltkirchlichen Friedensdienst in einem Partnerland des Südens oder Ostens, den sie in der Regel in der Zeit zwischen dem Schulabschluss und dem Beginn der Ausbildung oder des Studiums ableisten. Neben dem persönlichen Erfahrungsgewinn, den ein solcher Aufenthalt für die Beteiligten bewirkt, stellen ihre Erfahrungen eine wertvolle Ressource für die weltkirchliche Arbeit unserer Diözese dar. Vor allem für junge Menschen – aber nicht für diese – sind sie wichtige und glaubwürdige Botschafter, die aus eigener Erfahrungen über das Leben in der Weltkirche und über die Lebenssituation der Menschen in den weniger privilegierten Zonen der globalisierten Welt berichten können. Um diese positiven Erfahrungen machen zu können, ist eine sorgfältige Vorbereitung und Begleitung dieser Einsätze notwendig. Wir werden daher den Weltkirchlichen Friedensdienst, der in unserer Diözese seit 1983 von der Hauptabteilung Weltkirche, dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend und Pax Christi angeboten wird, weiter ausbauen und profilieren. Von zunehmender Bedeutung wird es sein, auch jungen Erwachsenen unserer Partnerländer einen vergleichbaren Aufenthalt bei uns zu ermöglichen.

Die Entsendung von Männern und Frauen für einen längeren Aufenthalt in die Partnerkirchen des Südens und des Ostens stellt eine besondere Chance für die Lerngemeinschaft Weltkirche dar. Geteiltes Leben und geteilte Erfahrungen sind Voraussetzung sowohl für eigenes Lernen, als auch für die Möglichkeit eigene Erfahrungen und Kenntnisse für andere fruchtbar zu machen. Wer sich auf diese Begegnungen mit der notwendigen Offenheit und Lernbereitschaft einlässt, wird als ein anderer zurückkehren. Die Erfahrungen und Erkenntnisse der Rückkehrenden sind ein wichtiges Potential für die Lerngemeinschaft Weltkirche bei uns, das wir in der weltkirchlichen Arbeit unserer Diözese noch mehr als bisher fruchtbar machen wollen.

Aus diesem Grund werden wir auch in Zukunft Priester und pastorale Mitarbeiter für einen zeitlich begrenzten pastoralen Dienst in andere Teile der Weltkirche entsenden. Nach wie vor von großer Bedeutung ist die Entsendung von qualifizierten Fachkräften für konkrete Projekte im Entwicklungs- und Bildungsbereich. Ihr Einsatz richtet sich vor allem darauf, die Partner vor Ort in ihrem Bemühen zu unterstützen, Armut zu vermindern, die allgemeinen Lebensbedingungen zu verbessern, gewaltsame Konfliktaustragung zu verhindern und sich an der Bewältigung der Folgen von Gewalt und Konflikten zu beteiligen. 

Wir arbeiten an der Intensivierung der Rückkehrerarbeit im Rahmen des Weltkirchlichen Friedensdienstes. Die Weiterentwicklung der weltkirchlichen Personaldienste müsste in Zukunft noch stärker das Prinzip der Gegenseitigkeit und des Austausches der Gaben berücksichtigen: Deshalb sollen innerhalb des Weltkirchlichen Friedensdienstes Programme entwickelt werden, die Jugendlichen aus den Partnerländern eine vergleichbare weltkirchliche Erfahrung bei uns ermöglichen.

Der Einsatz von ausländischen Priestern in der diözesanen Pastoral soll als Ausdruck und Chance gegenseitigen Lernens in der Weltkirche stärker erkannt und profiliert werden durch gezielte Vorbereitung der Priester wie der Gemeinden und durch ihre gezielte Einbeziehung in die weltkirchliche Arbeit.

 

Statistik der Missions- und Entwicklungsfachkräfte der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Statistik

Stand: 2003

Stand: 01.01.2010

Stand: 13.12.2011

Stand: 04.07.2012

Missionskräfte  insgesamt:

321

201

192

187

weiblich:

210

131

126

124

Ordensschwestern:

197

122

116

114

Entwicklungshelferinnen:

8

3

5

5

Laienkräfte:

5

6

5

5

männlich:

111

70

66

63

Ordenspriester:

58

35

27

25

Ordensbrüder:

24

11

11

11

Bischöfe (em.) und Äbte:

5

5

5

4

Diözesanpriester / i.R.:

6

7

7

7

Weltpriester (in anderen Diözesen inkardiniert):

7

5

5

5

Entwicklungshelfer:

8

4

9

9

Laienkräfte:

3

3

2

2

 

 

 

 

 

Einsatzländer:

52

41

44

43

 

 

 

 

 

Gemeinschaften:

58

43

40

39