Hauptabteilung X - Weltkirche

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Heilung für Arme


Neugeborenes im Hospital

Atatt-Hospital, Äthiopien

Das Atatt-Hospital liegt ca. 150 km südlich der äthiopischen Hauptastadt Addis Abeba, in der Region Gurage. Es wurde 1969 durch die Missionsärztlichen Schwestern gegründet, um der überwiegend armen Bevölkerung dieser dicht besiedelten Region Äthiopiens preiswerte oder kostenlose medizinische Hilfe zu bieten. Eine Behandlung in einem der staatlichen Krankenhäuser in Addis Abeba ist für die meisten Einwohner dieser Region unerschwinglich. Einwohnerzahl im Einzugsgebiet des Krankenhauses wird auf 1 Mio. geschätzt.

Das Konzept der Missionsärztlichen Schwestern setzt von Anfang an auf das Mitwirken der einheimischen Bevölkerung und ihrer Ausbildung. Nur so kann langfristig ihre Fähigkeit zur Selbsthilfe gestärkt werden.

Derzeit werden über das Hospital mehr als 3.000 Frauen in verschiedenen Frauengruppen gefördert. Ein Aspekt dieser Arbeit sind Kleinkredite aus dem "revolving fund", den die Frauen selbst verwalten und aus dem sie kleine, zinslose Darlehen erhalten können mit dem Ziel, sich selbstständig zu machen. Zusätzlich gibt es ein Programm zur Pflege der heute 144 Brunnen, das die Sauberkeit des Trinkwassers gewährleisten soll.

Im Moment arbeiten fünf Missionsärtzliche Schwestern aus Deutschland, Äthiopien, den Philippinen und Inden im Attat-Hospital unter den insgesamt 176 Mitarbeitern.

Es werden Mittel benötigt zur Deckung der laufenden Kosten für Medikamente, Ernährungsprogramme oder die Ausbildung einheimischer Krankenpflegekräfte. Obwohl nach ihren Möglichkeiten die Patienten eine Eigenbeteiligung leisten sollen und selbst für die Verpflegung aufkommen müssen, decken die Einnahmen nur ca. 40 % der anfallenden Kosten, der Rest muss aus Spenden aufgebracht werden.

Spendenprojekt: Äthiopien-Hospital
Projektnummer: 01

 

 

Wasser ist Leben


Brunnen bei Br. Alois Würstle

Brunnen für Indianerdörfer in Mato Grosso, Brasilien

Der weltweite Klimawandel hat vor Jahren schon die Quellen, aus denen die brasilianischen Indianer seit Generationen ihr Wasser schöpfen, versiegen lassen. Viele erkrankten durch Parasitenbefall, weil sie nur stehendes und damit verseuchtes Wasser fanden. Deutsche Entwicklungshelfer haben deshalb ein Programm gestartet, das der Erschließung neuer Wasserquellen dient. Mit Hilfe der Diözese Rottenburg-Stuttgart und anderer Wohltäter konnte ein modernes Bohrgerät mit Zubehör beschaffen werden, das Tiefbohrungen und damit Zugang zu sauberem Wasser ermöglicht.

Die Helfer entwickelten möglichst leicht zu bedienende mechanische Pumpen, die das Wasser durch Wippen, Pendeln oder Kurbeln an die Oberfläche transportieren. Manche Dörfer werden auch mit Solarpumpen ausgestattet. Die ganze Ausstattung der anzulegenden Brunnen wird in der Werkstatt der Salesianer gefertigt. Während der Trockenzeit können pro Jahr etwa 15 Dörfer mit Brunnen ausgestattet werden. Außerdem werden die Pumpen regelmäßig von einem Team gewartet, um eine möglichst lange Lebensdauer zu garantieren.

Eine Bohrung und die Ausstattung mit einer mechanischen Pumpe kostet ca. 3.500,- € an Materialkosten. Eine Solarpumpe kostet zusätzlich knapp 1.000,- €. Kosten, die nur zu einem Teil durch die Diözese abgedeckt werden können.

Spendenprojekt: Brasilien-Wasser
Projektnummer: 03

 

 

 

 

"Nouvelle Espérance" - Neue Hoffnung


Beratung und Dokumentation

für Aids-Kranke und Opfer von HIV in Burundi

"Nouvelle Espérance" ist eine Einrichtung der katholischen Kirche, die 1992 gegründet und 2004 staatlich anerkannt wurde. Sie bietet medizinische Hilfe, psychosoziale Begleitung, juristische Beratung, Unterstützung von Waisen und gefährdeten Minderjährigen, ebenso sozioökonomische Stärkung durch Einkommen schaffende Aktivitäten.

Vision:
Sozioökonomische Eingliederung und wirtschaftliche Unabhängigkeit von Menschen mit HIV/AIDS (HIV-Infizierte), von Aids-Waisen und gefährdeten Jugendlichen sowie die Verhinderung der Ausbreitung von HIV/AIDS.

Auftrag:
1. Verbesserung der Lebensverhältnisse durch die umfassende Unterstützung dieser Personengruppen.
2. Verringerung der Ansteckungsraten von HIV/AIDS durch Präventionsarbeit in Burundi

 

Die Angebote von "Nouvelle Espérance":


1. Medizinische Hilfen
2.627 HIV-Infizierte, davon 1852 unter antiretroviraler Therapie, bekommen medizinische Beratung und Überwachung, Behandlung und Besuche zu Hause, Diagnose und Behandlung von Begleitinfektionen, Verschreibung und Weiterverfolgung der antiretroviralen Behandlung, Prophylaxe nach Exposition, Überweisung von Schwangeren zur Vorsorge gegen Mutter-Kind-Übertragung.

2. Wirtschaftliche Stärkung
Dieser Dienst zielt auf die Verbesserung der Lebensverhältnisse von armutsgefährdeten Aids-Kranken durch berufliche Bildung in Schneiderei, Herstellung von Glückwunschkarten und Gemälden, Maurer-, Schreiner-, Automechanikerhandwerk und Ackerbau und Kleinviehzucht, Seifenproduktion, Kochkunst, Friseurhandwerk, durch Hilfen beim Hausbau und Aufbau von Kelinhandell sowie Unterstützung beim Aufbau eigener Erwerbsarbeit in den Bereichen: in Lebensmittelverarbeitung, in Seifenproduktion, in Automechanik, im Herrenfriseurhandwerk, in Kochkunst und Gastronomie, in Schreinerei, im Maurerhandwerk, in Geschäftsführung bei Einkommen schaffenden Aktivitäten, Grundausstattung für Schneiderei.

3. Rechtsberatung
"Nouvelle Espérance" hat sie eingerichtet, um juristisch einzutreten für benachteiligte Personen, HIV-Infizierte, Waisen und andere gefährdete Minderjährige.
Folgende Angebote werden hauptsächlich gemacht:
juristische Anlaufstelle und Beratung, juristischer und gerichtlicher Beistand, standesamtliche Eintragung von Minderjährigen, Legalisierung von Eheschließungen beim Standesamt, Grundbucheintragungen von Grundstücken, Aufklärung über Menschenrechte im Allgemeinen und die Rechte von HIV-Infizierten und Aids-Kranken sowie insbesondere dir Rechte der Waisen.

4. Sozialdienst
Folgende Hauptangebote gibt es: Nahrungsmittelhilfe, Hilfe bei Krankenhausaufenthalt, zusätzliche Untersuchungen und fachärztliche Behandlung, warme Mahlzeit in der Tagesklinik und in den Vertragskrankenhäusern, Mobile Küche.

 

Zielgruppen und Anzahl der Leistungsnehmer bei Nouvelle Espérance (Juni 2014)

HIV-Infizierte und Aids-Kranke:
2.627 HIV-Infizierte, davon
1.852 unter antiretroviraler Behandlung

Waise und gefährdete Minderjährige:
2.814 Waise und gefährdete Minderjährige
1.717 eingeschult
514 Seropositive
209 unter antiretroviraler Behandlung

Spendenprojekt: Burundi-Hoffnung
Projektnummer: 05

 

 

 

 

Im Kampf für Menschenrechte


Menschenrechtskomitee CODEH, Peru

Das Menschenrechtskomitee CODEH in Huacho, Peru, wurde 1986 als Antwort auf die schwierige Situation in Peru, dessen Gesicht vom Guerrillakrieg geprägt wurde, gegründet. Die wichtige Aufgabe, die sich CODEH gestellte hat, ist der Wiederaufbau demokratischer Strukturen und die Erziehung zur Wahrnehmung und Förderung der Menschenrechte, z.B. in Schulen, bei Stadtverwaltung oder der Polizei. Das Komitee setzt sich für die Opfer von Gewalt ein und führt Bildungsangebote zu den Themen Demokratisierung und Menschenrechte gerade bei den Bevölkerungsschichten mit geringer Bildung durch.

Akute Hilfe, z.B. in Form von Medikamten, Rechtsbeistand oder psychologischer Hilfe wird etwa 1.500 Personen im Jahr durch CODEH zuteil.

Die Arbeit des Komitees gilt als beispielhaft für Peru und wurde von der Stadt Huacho für seine hervorragende Arbeit ausgezeichnet. Spenden werden für die Finanzierung der Seminare und Fortbildungen und für die juristische Begleitung benötigt.

Spendenprojekt: Peru-Menschenrecht
Projektnummer: 06

 

 

 

Rehabilitation für Straßenkinder

Navajeevan Bala Bhavan, Indien

"Navajeevan Bala Bhavan" - Rehabilitation von Straßenkindern in Vijayawada im Bundesstaat Andhra Pradesh in Indien (Südosten) ist eine staatlich anerkannte Nichtregierungsorganisation (NRO bzw. engl.: NGO für: Non Governmental Organization) der Hyderabad-Provinz der Salesianer Don Boscos (SDB). Sie wurde  1989 gegründet und erhielt 1996 die Auszeichnung: National Award For Child Welfare; kurz: NAVAJEEVAN

Ziel von NAVAJEEVAN ist, Obdachlose, entwurzelte Straßenkinder und von Ausbeutung betroffene Kinderarbeiter Aufgaben und Ziele: Rettung und Förderung von Kindern zwischen 5 und 18 Jahren, Rechtsbeistand, Re-Orientierung, familiäre Reintegration, schulische und berufliche Erziehung und Bildung zu selbständigen und verantwortungsvollen Mitbürgern.

Vijayawada, mit rund 800.000 Einwohnern drittgrößte Stadt des ind. Bundesstaates Andhra Pradesh, zählt schätzungsweise 12.000 Straßenkinder. Die meisten leben vom Müllsammeln; viele sind halbkriminell, verdingen sich als Prostituierte, sind mangelernährt, drogenabhängig und neuerdings zunehmend HIV positiv. Zurzeit betreut NAVAJEEVAN ca. 400 Straßenkinder dauerhaft in verschiedenen Zentren. Es geht darum, für die Kinder als Ansprechpartner präsent zu sein, sie zu beraten und zu beschützen, von der Straße weg zu bekommen, Ihnen ein Zuhause zu geben, Nahrung, Kleidung, medizinische Versorgung, emotionale Wärme, eine schulische und/oder berufliche Ausbildung...

NAVAJEEVAN hat seit 1989 mehr als 20.000 Kinder unterstützt. Im organisationseigenen Dokumentationszentrum sind 10.955 Straßenkinder mit ihren Lebensdaten registriert und 4.554 vermisste Kinder in Suchlisten erfasst.

Für ebenso wichtig wird die Transformation der städtischen Gesellschaft in eine kinderfreundliche angesehen: durch bewusstseinsbildende Maßnahmen und Einbeziehung der Bevölkerung in den Rehabilitationsprozess, durch Eliminierung der ausbeuterischen Kräfte der Gesellschaft und durch Schaffung rechtssicherer, geschützter Lebensräume für die Kinder, in denen es ihnen möglich ist, sich frei entfalten.

Diesen Zielen dient insbesondere die Vernetzung aller in diesem Sektor tätigen NGOs vor Ort sowie ihr Zusammenschluss in einem von NAVAJEEVAN ins Leben gerufenen Child Rights Advocacy Forum, Andhra Pradesh (CRAF). Grundlegende Absicht dieses Forum ist es, Vijayawada zu einer kinderfreundlichen Stadt zu machen, in der die in der UN-Charta verbrieften Rechte von Kindern gewahrt werden.

NAVAJEEVAN wird von einem siebenköpfigen Exekutivkomitee, dessen Mitglieder alle der Ordensprovinz der SDB von Hyderabad angehören, beaufsichtigt. P. Thomas Koshy SDB, Sekretär des Exekutivkomitees, ist zurzeit zugleich Direktor von Navajeevan Bala Bhavan. Er wird unterstützt von einem hauptberuflich tätigen Geschäftsführer. Zusammen mit je einem Vertreter der verschiedenen Institutionen von NAVAJEEVAN sowie zwei gewählten Repräsentanten der Kinder treffen sie die täglichen Entscheidungen, auch über die Mittelverwendung. Für die Finanzierung ihrer Programme, Häuser und Investitionen ist NAVAJEEVAN auf Hilfe von einheimischen und auswärtigen Wohltätern angewiesen. Die Gelder verwaltet eine mit 5 Mitarbeitern besetzte Finanzabteilung, die der jährlichen externen Buchprüfung unterliegt.

Spendenprojekt: Indien-Straßenkinder
Projektnummer: 07

 

 

 

 

Heimat für Kinder


Caritas-Kinderheim St. Nikolaus und Tagesheim, Peciu Nou/Neupetsch, Rumänien

Das Caritas-Kinderheim ist eine Einrichtung des Caritasverbands der Diözese Temesware, in dem Waisenkinder, Kinder aus zerbrochenen Familien, Kinder aus extrem armen Familien und Jugendliche bis zum Abschluss der Ausbildung aufgenommen werden.

Nach der rumänischen Revolution 1989 gingen schockierende Bilder aus Kinderheimen um die Welt. Manches hat sich seither geändert. Allerdings profitieren auch 25 Jahre später nur ein sehr geringer Teil der Bevölkerung vom wirtschaftlichen Aufschwung. Sehr viele Menschen leben weiterhin in großer Armut. Dies gilt vor allem für die ländliche Gebiete, in denen der Zusammenbruch jeglicher wirtschaftlicher Infrastruktur viele Menschen in die Dauerarbeitslosigkeit getrieben hat. Staatliche Sozialhilfe wird nur selten und wenn, dann nur in unzureichender Höhe und für sehr begrenzte Zeit gewährt.
Die Folgen: Eltern verzweifeln, suchen Arbeit im Westen, Familien zerbrechen, Kinder laufen fort oder Babys werden ausgesetzt. Sie werden zu den überforderten Großeltern oder Verwandten abgeschoben, leben auf der Straße oder in überfüllten Heimen.

Anfang der 1990-er Jahre konnte der Caritasverband Temesware, durch vielfältige Unterstützung, in Peciu Nou, einem Dorf bei Temesware, das Kinderheim St. Nikolaus gründen. Nacheinander konnten vier leerstehende Häuser gekauft, renoviert und eingerichtet werden. In jedem dieser Häuser leben 6 bis 8 Kinder, unter familären Bedingungen, mit einer Erzieherin, Betreuerin und Haushälterin zusammen, meist bis zum Abschluss ihrer Ausbildung.

Die Kinder bekommen in der Einrichtung die notwendige Sicherheit und Geborgenheit: Sie werden jeden Tag satt, haben ausreichend Kleidung und ein Bett zum schlafen. Oft erfahren sie zum ersten Mal Liebe, Zuwendung und Förderung. Die Kinder werden der Caritas über das staatliche Jugendamt zugewiesen. In den vergangenen 20 Jahren konnte in diesen Familienhäusern 75 Kindern geholfen werden, auf ihrem Weg ins Leben.

Da die Not bei einigen Familien des Dorfes sehr groß ist (es fehlt Geld zum Kauf von Lebensmitteln und Heizmaterial, von Kleidung und Schulmaterial für die Kinder) wurde 1999 dem Kinderheim ein Tagesheim/Suppenküche angegliedert: Hier werden ca. 30 der ärmsten Dorf- und Romakinder sozialpädagogisch betreut. Im Tagesheim erhalten die Kinder Mittag- und Abendessen sowie Schulaufgabenhilfe. Sie haben außerdem Gelegenheit in kindgemäß gestalteter Umgebung, frei vom Druck familiärer Sorgen, zu spielen.

Die Kosten für Tageskinder müssen vollständig durch Spendengelder gedeckt werden. Für die in den vier Kinderhäusern lebenden Waisen und Sozialwaisen zahlt der rumänische Staat etwa 20 % der entstehenden Kosten, der Rest muss durch Spenden gedeckt werden.

Spendenprojekt: Rumänien-Kinderheim
Projektnummer: 08

 

 

 

Nordost-Syrien


Hilfe für intern vertriebene syrische Familien und irakische Flüchtlinge in Nordost-Syrien

Seit März 2011 befinden sich Syrien in einem Bürgerkrieg, in dem alle Beteiligten ohne Rücksichtsnahme auf die Zivilbevölkerung vorgehen. Nach Schätzungen des Syrian Observatory for Human Rights sind den Kämpfen mittlerweile schon mindestens 210.000 Menschen zum Opfer gefallen. Millionen Syrer befinden sich auf der Flucht: Laut UNHCR haben inzwischen annähernd 4 Millionen Menschen das Land verlassen und sich vorwiegend im Libanon, in Jordanien, der Türkei und dem Irak in Sicherheit gebracht, wo sie häufig unhaltbaren Zuständen ausgesetzt sind. Innerhalb Syriens sind nach Angaben von UN-OCHA ca. 12,2 Mio. Menschen zum Überleben auf humanitäre Hilfe angewiesen, 7,6 Mio. davon sind Binnenvertriebene. Etwa die Hälfte aller Betroffenen sind Kinder.

Auch in den Städten Hassake und Qamishli in der Provinz Al-Jazeera, im Nordosten des Landes, hat sich die Lage zugespitzt. Während die Provinz lange Zeit als einigermaßen sicher im umkämpften Syrien galt und somit Zufluchtsort für viele Vertriebene aus anderen Teilen Syriens sowie für Flüchtlinge aus dem Irak war, hat sich die Situation seit Juli 2014 stetig verschlechtert. Die Provinz ist lokal zunehmend von Kampfhandlungen zwischen der syrischen Armee, kurdischen Kräften und verschiedenen oppositionellen Gruppierungen betroffen.

Im Februar 2015 haben extremistische Kämpfer des sogenannten Islamischen Staates mehrere christliche Dörfer an der Westseite des Flusses Khabour, westlich von Hassake, überrannt. Hunderte christliche Bewohner wurden verschleppt, die Kirchen zerstört, Häuser und Geschäfte geplündert. Im Juni drang der IS bis in die Stadt Hassake vor und lieferte sich in den südwestlichen Stadtteilen heftige Kämpfe mit kurdischen Einheiten und christlichen Freiwilligenverbänden.

Seit Anfang Juli scheint sich die Lage in Hassake zu normaliesieren, aber die Lebenssituation der Flüchtlinge in der Region bleibt prekär.
Es ist nicht genug Wohnraum vorhanden, die Preise für Grundnahrungsmittel und andere dringend benötigte Güter sind in die Höhe geschnellt. Die Versorgung mit Wasser, Lebensmitteln, Medikamenten, Strom, Brennstoff und anderen Gütern ist immer wieder unterbrochen. Die Telekommunikation funktioniert nur noch sporadisch. Viele Menschen haben ihre Einkommensquellen verloren, was es den Betroffenen erschwert, sich und ihre Familien zu versorgen. Insbesondere für medizinische Behandlung und den Schulbesuch der Kinder fehlt häufig das Geld.

Um dieser Situation entgegen zu wirken, leistet ein Caritas-Team sowohl den syrischen Binnenflüchtlingen als auch den irakischen Flüchtlingen in Hassake und Qamishli Nothilfe. Im Rahmen des Projektes erhalten extrem bedüftige Betroffene Zugang zur Gesundheitsversorgung und zur Bildung. Nothilfegüter werden auch verteilt.
Seit 2012, zusammen mit anderen internationalen Organisationen, unterstützt die Diözese Rottenburg-Stuttgart dieses Projekt in Nordost-Syrien.
(Stand: Juli 2015)

Spendenprojekt: Nordost-Syrien
Projektnummer: 10