Handy als Kollekte: Für einen bewussten Umgang mit Ressourcen
Der Erdüberlastungstag markiert jedes Jahr den Zeitpunkt, an dem die Menschheit mehr natürliche Ressourcen verbraucht hat, als die Erde in dem jeweiligen Jahr regenerieren kann. Für Deutschland fiel der nationale Erdüberlastungstag 2025 auf den 3. Mai. Dieses Datum nahmen die vier großen christlichen Kirchen in Baden-Württemberg zum Anlass, ihre gemeinsame Aktion „Handys als Kollekte“ vorzustellen.
Von Anfang September bis Mitte Januar 2026 regten die evangelischen und katholischen (Erz-)Diözesen und Landeskirchen im Land ihre Kirchengemeinden und Einrichtungen dazu an, ausgediente und nicht verkäufliche Handys zu sammeln ‒ sei es im Gottesdienst, bei Gemeindeveranstaltungen oder durch das Aufstellen von Sammelboxen.
Die missio-Regionalstelle Südwest als eines der Sammelzentren nimmt gerne noch Ihre gesammelten Handys bis zu den Osterferien entgegen. Herzlichen Dank für Ihr Engagement!
Weitere Informationen zur Aktion
♦ Welche Geräte können gespendet werden (siehe Punkt 3.) und weitere häufig gestellte Fragen
♦ Video: Gold Gerechtigkeit Elektroschrott - Talk mit Sr. Mercy Bensons und Matthias Juchum (Jurec IT)
♦ Video: Alte Handys spenden – Ressourcen schonen – weltweit helfen
♦ Neu: Kinderbroschüre "Frida, die Rohstoffdetektivin"
♦ Abschluss der Aktion "Handys als Kollekte am 11.01.2026 in Pforzheim
Aktionsmaterialien zum Download
Bischofsbrief: Aufruf zu Handys als Kollekte
Liebe Gemeindemitglieder, liebe Verantwortliche in der Kirchengemeinde, in Diensten und Werken,
in der Schöpfungszeit rufen unsere Kirchen in ökumenischer Verbundenheit zum Schutz und zur Bewahrung der Schöpfung auf. In besonderer Weise rufen wir in diesem Jahr die Kirchengemeinden und Einrichtungen unserer (Erz-) Diözesen und Landeskirchen dazu auf, ausgediente Handys zu sammeln ‒ sei es im Gottesdienst, bei Gemeindeveranstaltungen oder durch das Aufstellen von Sammelboxen.
Jedes Jahr werden mehr Handys und Smartphones verkauft. Jedes Jahr werden dafür mehr Energie und mehr Rohstoffe verbraucht, was zu mehr Raubbau an der Natur und zu mehr Ausbeutung von Menschen führt.
Gleichzeitig liegen unzählige alte und ungenutzte Handys in den Schreibtischschubladen. Viele davon könnten aufbereitet und wiederverwendet werden, was den Ressourcenverbrauch bremsen würde. Andere könnten dem Recyclingprozess zugeführt werden, so dass wichtige Rohstoffe wie Gold, Silber, Kupfer, Palladium und Platin zurückgewonnen werden.
Pro gespendetem Handy erhalten zudem unsere kirchlichen Hilfsorganisationen „missio Aachen“ und „Brot für die Welt“ einen finanziellen Beitrag für die Unterstützung ihrer Projektpartnerinnen und -partner im Globalen Süden.
Die Kollekte bringt zum Ausdruck, dass es einen engen Zusammenhang zwischen Gottesdienst und Dienst an den Menschen gibt. Wir bitten Sie daher: Nutzen Sie die Schöpfungszeit als Auftakt und führen Sie vom 1. September 2025 bis zum 11. Januar 2026 Handykollekten durch.
Damit dienen wir Gott, seiner Schöpfung und allen Menschen, die in ihr leben dürfen.
Ihre Bischöfin und Ihre Bischöfe in Baden-Württemberg
Erzbischof
Stephan Burger
Landesbischöfin
Prof. Dr. Heike Springhart
Bischof
Dr. Klaus Krämer
Landesbischof
Ernst-Wilhelm Gohl
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
Cornelia Wolf, Elk-Wue, Kirchlicher Entwicklungsdienst und Partnerschaften,
Michael Starck, EKIBA, Landeskirchlicher Beauftragter für den Kirchlichen Entwicklungsdienst,
Wolf-Gero Reichert, DRS, Geschäftsführung der Hauptabteilung Weltkirche,
Dorothée Kissel, ebfr, Referatsleitung Weltkirche, missio-Diözesanreferentin,
Ralf Häußler, Elk-Wue, Zentrum für Entwicklungsbezogene Bildung / ZEB,
Ioan Brstiak, DRS, missio-Diözesanreferent




