Anders einkaufen, Schöpfung bewahren. Vorprojekt der Kampagne zur ökofairen Beschaffung beginnt.

Gemeinden und Einrichtungen sind vielfach auf dem Weg, auch beim Einkauf nachhaltige und soziale Aspekte mit zu berücksichtigen. Die Diözese Rottenburg-Stuttgart will diese Umstellung auf ökofaire Beschaffung mit einer gezielten Kampagne befördern und unterstützen. Dazu haben nun die Vorbereitungen begonnen, in die Einrichtungen und Kirchengemeinden eng mit einbezogen werden sollen.

Die Grundlagen sind längst gelegt: In seinem Apostolischen Schreiben „Laudato si‘“ umreisst Papst Franziskus 2015 die Eckpunkte einer „ganzheitlichen Ökologie“. So eng wie nie zuvor in einem lehramtlichen Schreiben der Kirche verknüpft er dabei die ökologische Frage mit der sozialen Frage. Kirchengemeinden sollten mit gutem Beispiel für die Gesellschaft vorangehen, in der Papst Franziskus‘ Enzyklika weit über die Kirchengrenzen hinaus höchste Anerkennung genießt. Knifflig wird es dann meist im Detail: Ist der Drucker im Pfarrbüro überhaupt für Recyclingpapier geeignet? Schmeckt denn der fair gehandelte Kaffee den Gästen beim Seniorennachmittag? Und welche Siegel und Merkmale sind wirklich verlässlich? Die geplante Kampagne zur ökofairen Beschaffung soll solche Hemmnisse identifizieren und erarbeiten, was Kirchengemeinden und Einrichtungen in ihrem Einkaufs-Alltag unterstützt.

Im Rahmen von Dialogveranstaltungen mit interessierten Kirchengemeinden und Einrichtungen sollen der Kenntnisstand sowie Informations- und Beschaffungsbedarfe eruiert werden. Gute Beispiele sind gefragt, die anderen Akteuren Inspiration sein können, wie sich Einkauf, Ökologie und soziale Gerechtigkeit in der Praxis zusammen bringen lassen. Im ersten Schritt sind Konsultationen mit aktiven Gemeinden und Einrichtungen geplant; am 11. Juni 2021 folgt dann eine größere Veranstaltung für Interessierte, um das Konzept für die Kampagne weiter zu konkretisieren. Informationsangebote und Arbeitsmaterialien sollen diesen Prozess begleiten.

Mit den so erarbeiteten Elementen kann die Kampagne zur ökofairen Beschaffung dann im kommenden Jahr breit angelegt starten. Wer Ideen und Vorschläge einbringen oder sich auf anderen Ebenen beteiligen möchte, ist mit einer Nachricht an shank(at)bo.drs.de herzlich willkommen.

Sylvia Hank

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