Über uns

Weltweit vernetzt: Die Hauptabteilung Weltkirche

Die Hauptabteilung Weltkirche ist die Fachabteilung der Diözese Rottenburg-Stuttgart für weltkirchliche Arbeit. Die 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter halten die Kontakte zu Partnerdiözesen in 80 Ländern weltweit und stehen im engen Austausch mit Bischöfen, Ordensleuten und Laien in Afrika, Lateinamerika und Asien. Sie bearbeiten eingehende Projekanträge und stellen Gelder für soziale und pastorale Projekte auf der ganzen Welt zur Verfügung.  Durch Lobbyarbeit tragen MitarbeiterInnen die Anliegen der Partner in die  Landes- und Bundespolitik sowie in verschiedene Netzwerke weiter und machen so auf die Interessen der Menschen aufmerksam. Durch Angebote der Bildungsarbeit erhalten Interessierte die Möglichkeit zur Weiterbildung. Verschiedene Personaldienste ermöglichen die Mitarbeit bei einer Partnerorganisation für ein Jahr oder für drei Jahre.

So wird Weltkirche lebendig!

Was uns beschäftigt: Themen in der weltkirchlichen Arbeit

Die Palette der Themen, die uns in unserer Arbeit beschäftigen, ist vielfältig. Zum einen greifen wir Themen auf, die unsere Partnerinnen und Partner beschäftigen, zum anderen bringen wir selbst Themen in den Dialog ein. 

Themen sind unter anderem:

  • Klimawandel und Klimagerechtigkeit
  • Bildung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
  • Gesundheit
  • Pastorale Entwicklungsprozesse weltweit
  • Kleine christliche Gemeinschaften
  • Flucht, Migration und die Bekämpfung von Fluchtursachen
  • "Stille" Katastrophen, die nicht in den europäischen Medien erscheinen

Ein besonderes Gebet - oder: zurück zu den Anfängen

Die Anfänge der weltkirchlichen Arbeit der Diözese Rottenburg-Stuttgart gehen zurück zum zweiten vatikanischen Konzil. Das erste Mal im Laufe der Kirchengeschichte trafen Bischöfe aus Europa, Lateinamerika, Afrika und Asien zusammen und lernten sich durch die Beratungen kennen. Sie teilten Anliegen, Sorgen und Nöte und veränderten so ihre Perspektiven.

Aus dieser Zeit stammt folgende Anekdote:

Bischof Carl Joseph Leiprecht, damals Bischof von Rottenburg, saß während des Konzils neben Bischof Manuel Tato aus Santiago del Estero (Argentinien). "Bischof Tato war ein fröhlicher und frommer Mensch. Am Morgen war er meist zuerst am Platz. Wenn Bischof Carl Joseph eintraf, stellte Tato ein Bildchen des Hl. Karl Borromäus vor sich aufs Pult und betete mit lauter Stimme: "Heiliger Borrmäus, bewege doch das Herz meines Freundes Carl, dass er mir zwei Priester schenkt!" Das ging Tag für Tag so. Alle lachten über den Argentinier." Aber: Nach der zweite Sitzungsperiode des Konzils fuhr Bischof Leiprecht zur Jugendseelsorgerkonferenz, berichtete dort vom Gebet seines argentinischen Amtsbruders und fragte, ob es nicht zwei Priester gäbe, die bereit wären, nach Argentinien zu gehen. Und siehe da: es meldeten sich Josef Maier und Gerhard Vogt, die dann als Fidei-Donum Priester entsendet wurden. [Quelle: E. Mühlbacher: Immer nur Vikar, S. 136]

Der Beginn einer langen Freundschaft zwischen Rottenburg und Santiago del Estero. Und der Beginn der weltkirchlichen Arbeit in der Diözese Rottenburg-Stuttgart.